Haarsprechstunde
Die Haarsprechstunde ist eine Form der Beratung bei Kopfhautproblemen und Haarausfall. Im Rahmen der Haarsprechstunde wird die Form des Haarausfalls sowie ggf. die jeweilige Erkrankung der Kopfhaut diagnostiziert und therapiert. Die Haarsprechstunde dient also dazu die Ursache des Haarausfalls, auf Basis der vorliegenden Form des Haarausfalls (z.B. anlagebedingter Haarausfall, kreisrunder Haarausfall, etc.) zu identifizieren und die jeweils optimale Therapie zu bestimmen.
Diagnostik in der Haarsprechstunde
Zu den diagnostischen Maßnahmen innerhalb der Haarsprechstunde zählen in der Regel:
- Erhebung der Krankengeschichte, inklusive Medikamentenanamnese
- Zupftest und Mikroskopie
- Haarwurzeluntersuchung (Trichogramm)
- TrichoScan (computergestütztes Fototrichogramm)
- Blutuntersuchung auf Hormone, Spurenelemente und Schilddrüsenfunktionsstörungen
- Untersuchung der Kopfhaut auf Erkrankungen, wie z.B. Schuppenflechte, Kopfhautekzem, Bindegewebserkrankungen, Knötchenflechte, Ablagerungen
Weitere mögliche diagnostische Maßnahmen sind zum Beispiel eine biochemische Haar-Mineralstoffanalyse oder auch eine Kopfhaut-Probeentnahme und deren feingewebliche Untersuchung.
Nach erfolgter Diagnostik kann die eigentliche Ursache des Haarausfalls bestimmt werden sowie entsprechende Therapiemaßnahmen eingeleitet werden, wie z.B.:
- Hormonbehandlung bei anlagebedingtem Haarausfall
- Substitutionstherapie mit Spurenelementen und/oder Vitaminen bei Mangelerscheinungen
- Behandlung von internistischen Erkrankungen (Schilddrüsenfunktionsstörung, Eisen-Mangel)
- Beratung hinsichtlich Haartransplantation und/oder Perücke
- Haartransplantation bei anlagebedingtem und vernarbtem Haarausfall
- Psychotherapeutische Betreuung bei sog. Haarrupfsucht (Trichotillomanie)
- Verlaufskontrolle
Untersuchungen und Therapien innerhalb der Haarspechstunden werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.
